
WILLKOMMEN BEI PRSP-WATCH
Die Bekämpfung der extremen Armut wird, wie die Abschlusserklärung des Millenniumgipfels
der Vereinten Nationen vom September 2000 belegt, zunehmend als eine zentrale Aufgabe der Weltgemeinschaft verstanden.
Als konkrete Zielsetzung wurde auf dem UN-Gipfel die Halbierung des Anteils der in absoluter
Armut lebenden Menschen vereinbart. Gegenwärtig sind rund 1,4 Milliarden Menschen und
damit fast ein Viertel der Weltbevölkerung von absoluter Armut betroffen.
Vor allem die Regierungen der armen hoch verschuldeten Entwicklungsländer sind seit
Ende 1999 aufgefordert, eigene nationale Pläne zur Armutsbekämpfung (die sogenannten
Poverty Reduction Strategy Paper - PRSP) zu entwickeln. Die Beteiligung der
Zivilgesellschaft an der Entwicklung und Umsetzung der PRSP ist von der Weltbank und dem
Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bedingung für die Annahme eines
Strategiepapiers gemacht worden. Inzwischen haben 66 Länder eine solche Strategie
erarbeitet (Stand: Dezember 2008). 60 von ihnen haben bereits einen oder mehrere
Fortschrittsberichte vorgelegt.
In den auf dieser Webseite verfügbaren Länderprofilen wird untersucht, welche
Rolle Staat und Zivilgesellschaft des Südens im PRS-Prozess gespielt haben und spielen.
Zentrale Frage wird auch weiterhin sein, ob die PRSP in einem breiten demokratischen
Prozess unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft entstanden sind. Durch das Voranschreiten
des PRS-Prozesses ist inzwischen die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der
Umsetzung der PRS ins Zentrum der Betrachtung gerückt. Des Weiteren wird bei jenen
Ländern, deren PRS-Prozess weiter fortgeschritten ist, seit einiger Zeit zusätzlich
darauf geachtet, welche Rolle die Millenniumsziele - als übergeordneter, globaler
Entwicklungsrahmen der PRSP - in den Prozessen spielen.
PRSP-Watch ist Bestandteil des VENRO-Projektes "Perspektive
2015 - Armutsbekämpfung braucht Beteiligung".
Diese Website wird laufend aktualisiert und versteht sich als Informations- und Vernetzungs-Service.
Kommentare und Anregungen sind jederzeit willkommen.
|