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Zusammenfassung Die Akteure:
Wer ist beteiligt?
Die Prozesse:
Wann und wie wird beteiligt?
Die Rahmenbedingungen: Was fördert / behindert wirkungsvolle Beteiligung? Gesamtbewertung Service

Madagaskar

 
Madagaskar MADAGASKAR
 
1. Zusammenfassung Zum Seitenanfang

Madagaskars Schuldenstand von über vier Mrd. US-Dollar gehört zu den höchsten Afrikas. Um den Entschuldungsprozess einzuleiten, legte Madagaskar bereits Ende November 2000 sein vorläufiges Strategiepapier zur Armutsbekämpfung (Interim-PRSP) vor.

Aufgrund der Regierungskrise und teils bürgerkriegsähnlicher Zustände in der ersten Hälfte des Jahres 2002, die aufgrund des unklaren Ausgangs der Präsidentschaftswahlen am 16. Dezember 2001 ausgebrochen waren, verzögerte sich die Fertigstellung des vollständigen PRSP.

Im Juli 2003 brachte die Regierung schließlich ihr PRSP heraus, mit dem sie eine schnelle und nachhaltige Entwicklung anstoßen will, an deren Ende die Halbierung der Armutsrate (von derzeit 70 auf 35 Prozent) innerhalb von zehn Jahren stehen soll. Inzwischen liegen zudem zwei Fortschrittsberichte zur Implementierung (vom Juli 2004 und vom Juni 2006) vor.

In den madagassischen PRS-Prozess sind zivilgesellschaftliche Akteure über ihre Präsenz im Leitungsgremium, über ihre Mitarbeit in thematischen Arbeitsgruppen und im Rahmen der Implementierung (in Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur) involviert.

2. Die Akteure: Wer ist beteiligt? Zum Seitenanfang

2.1 Staatliche Institutionen: Regierung und Parlament
Zur Erarbeitung des PRSP und zur Koordinierung des gesamten PRS-Prozesses wurde per Erlass ein Leitungsgremium (Technical Cell) eingesetzt, das aus hochrangigen Mitarbeitern aller Sektorministerien, aus Parlamentariern, Akademikern, Repräsentanten des Privatsektors und der Zivilgesellschaft zusammensetzt ist (Republic of Madagascar 2000, S. 3; Republic of Madagascar 2002, S. 1).

Zur Unterstützung ist diesem Gremium ein technisches Sekretariat (Secrétariat Technique de l'Ajustement - STA) zugeordnet, dem die praktische Organisation des Prozesses obliegt (Republic of Madagascar 2000, S. 3). Konkret beinhaltet dies die Aktivitäten des Leitungsgremiums zu koordinieren, den partizipativen Prozess zu organisieren, Analysen rund um das Thema Armut zu erstellen, sowie einen Entwurf für das PRSP anzufertigen (Republic of Madagascar 2002, S. 3).

Ferner wurden thematische Arbeitsgruppen zur Entwicklung von Sektorstrategien eingerichtet, an denen auch Akteure privater Organisationen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) partizipiert haben sollen (IDA / IMF 2003, S. 3).

Nach der Regierungskrise im Jahr 2002 wurde das Leitungsgremium dem Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Budget zugeordnet - zuvor war es an das Büro des Ministerpräsidenten gekoppelt (Republic of Madagascar 2002, S. 1; IDA / IMF 2003, S. 3).

Hinsichtlich der Involvierung des Parlaments in den PRS-Prozess wird seitens der Bretton-Woods-Organisationen konstatiert, dass das PRSP im Juli 2003 dem nationalen Parlament zur Diskussion vorgelegt und durch dieses gebilligt worden sei (IDA / IMF 2003, S. 3).

Bemängelt wird in diesem Zusammenhang jedoch, dass es sich hierbei nicht um eine ausführliche Diskussion gehandelt habe. Zudem sei zwar jeder Parlamentarier im Besitz einer französischen sowie einer madagassischen Version des PRSP gewesen, aber nur wenige hätten dieses gründlich gelesen (Schulz 2003, S. 1).

USAID beklagt, die schwache Regierungsführung behindere Entwicklung überall in Madagaskar und benennt im Zuge dessen Probleme wie fehlende Kapazitäten innerhalb der Regierung, schwache demokratische Institutionen, fehlende Informationen auf regionalen und ruralen Ebenen sowie weit verbreitete Korruption (o. J., S. 1).

2.2 Zivilgesellschaft
Wie bereits dargelegt wurde, sind zivilgesellschaftliche Akteure sowohl im Leitungsgremium als auch im Rahmen der technischen Arbeitsgruppen eingebunden.

Die Bretton-Woods-Zwillinge attestieren der madagassischen Regierung eine substantielle Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen - so zum Beispiel bei den regionalen Workshops, die in allen Provinzen durchgeführt wurden, und den großen nationalen Workshops in den Jahren 2001 (vor der Regierungskrise) und 2003 (nach der Regierungskrise). In diesem Zusammenhang wird auch von einer signifikanten Einbindung von Frauen gesprochen (IDA / IMF 2003, S. 3). Allerdings werden die beteiligten zivilgesellschaftlichen Gruppen in keinem dieser Zusammenhänge konkret benannt.

Auch in einer Studie des American Council for Voluntary International Action heißt es, zivilgesellschaftliche Organisationen seien von Beginn an in den Prozess involviert und auf allen Ebenen bei der Organisation von Veranstaltungen und / oder als Interessensvertreter einbezogen worden (2006, S. 11).

2.3 Weitere Akteure
Im Rahmen des madagassischen PRS-Prozesses sind auch Vertreter des Öffentlichen Sektors und des Privatsektors einbezogen.

Neben ihrer Präsenz im Leitungsgremium sollen sich Repräsentanten des Privatsektors bei den Konsultationsworkshops eingebracht haben (Republic of Madagascar 2000, S. 4; Republic of Madagascar 2006, S. 75). Dies gelte auch für Akteure des Öffentlichen Sektors (Republic of Madagascar 2000, S. 4).

2.4 Externe Akteure / Geber
Zu Madagaskars größten multilateralen Gebern zählen die Weltbank, die Vereinten Nationen (UN) und die Europäische Union (EU), gefolgt von Frankreich, den USA und Japan auf bilateraler Ebene (USAID 2005, S. 2).

Erwähnenswert ist zudem, dass Madagaskar Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist. Deutschland ist schon seit vielen Jahren, einer der wichtigsten Kooperationspartner des Landes. Für 2005 / 2006 hat Deutschland rund 28 Mio. Euro bereitgestellt (weiterführende Informationen zur Thematik finden sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes).


3. Die Prozesse: Wann und wie wird beteiligt? Zum Seitenanfang

3.1 Partizipation in Analyse und Strategieentwicklung
Im Rahmen des Prozesses, der zur Erstellung des I-PRSP geführt hat, hat das Leitungsgremium im September 2000 ein zweitägiges Seminar organisiert. Hierbei sollen etwa 400 Teilnehmer partizipiert haben, von denen rund 40 Prozent der Zivilgesellschaft zuzuordnen gewesen seien. Die Ergebnisse dieses Seminars sind gemäß Regierungsangabe in den Entwurf des Interim-PRSP eingeflossen (Republic of Madagascar 2000, S. 3, 40).

Im Kontext des Prozesses, der zur Anfertigung des Full-PRSP geführt hat, soll das Leitungsgremium im Jahr 2001 acht thematische sowie sechs regionale und einen nationalen Workshop veranstaltet haben. Bei diesen Workshops seien im Schnitt 45 Prozent der Teilnehmer der Zivilgesellschaft zuzurechnen gewesen (MinEFB 2002, S. 2 f.).

Aufgrund der Regierungskrise in der ersten Jahreshälfte 2002 ruhte der Prozess in der Zeit von Januar bis Juni (MinEFB 2002, S. 9).

Im September 2002 wurde er wieder aufgenommen und der weitere Arbeitsplan für die sechs thematischen Arbeitsgruppen festgelegt. Im Zuge dessen seien auch Vertreter der Zivilgesellschaft und des Privatsektors in die Arbeitsgruppen aufgenommen worden (MinEFB 2002, S. 6 ff.).

Um die Sichtweisen von Armen im ländlichen Raum stärker in den Blick zu bekommen, hätten im November 2002 auf je einem Workshop im Norden und Osten Madagaskars Gespräche mit Dorfbewohnern stattgefunden (MinEFB 2002, S. 8).

Abgeschlossen worden seien die Konsultationen mit einem großen nationalen Workshop (über 500 Teilnehmer), der im Beisein des Präsidenten am 25. und 26. März 2003 stattgefunden habe.

Die Regierung Madagaskars bezeichnet ihr PRSP als das Ergebnis eines partizipativen Prozesses, bei dem alle nationalen, regionalen und lokalen Meinungsvertreter aus dem Öffentlichen Sektor, dem Privatsektor sowie der Zivilgesellschaft die Möglichkeit gehabt hätten, ihren Standpunkt zu vertreten. Aus dieser Konfrontation von Interessen seien konkrete Vorgehensweisen zur Armutsreduzierung erwachsen (Republic of Madagascar 2002, S. 3).

IWF und Weltbank attestieren der Regierung zwar eine starke zivilgesellschaftliche Beteiligung an den Workshops, sie kritisieren allerdings, dass es den Workshops streckenweise an professioneller Leitung gemangelt habe. Ferner verweisen sie darauf, dass mehrere beteiligte Gruppen beklagten, dass sich die Empfehlungen, die im Rahmen der Workshops ausgesprochen wurden, nicht im Entwurf des PRSP wiederfänden (IDA / IMF 2002, S. 1).

Unabhängige Stellungnahmen zur Partizipation in der Analyse und Strategieentwicklung liegen derzeit nicht vor.

3.2 Partizipation in der Implementierung der PRS
Wie bereits unter Punkt 2.1 erwähnt geht aus der Stellungnahme von IMF und Weltbank hervor, dass zivilgesellschaftliche Repräsentanten über ihre Mitarbeit an Sektorstrategien im Rahmen der thematischen Arbeitsgruppen in die Implementierung eingebunden seien (IDA / IMF 2003, S. 3).

Ferner wird im Regierungspapier vermerkt, dass Projekte zum Ausbau der Infrastruktur - konkret bezog sich dies auf Schulen, Gesundheitszentren, Märkte, öffentliche Waschplätze und die Trinkwasserversorgung - unter Mitwirkung von 549 NRO umgesetzt wurden (Republic of Madagascar 2004, S. 7).

In einer Studie des American Council for Voluntary International Action heißt es, zivilgesellschaftliche Organisationen seien bei der Organisation von Veranstaltungen einbezogen gewesen. Darüber habe die Perspektiven dieser Institutionen bzw. ihrer Mitglieder (die überproportional arme und marginalisierte Gruppen darstellten) Gehör und Eingang in den Politikdialog gefunden (2006, S. 11).

3.3 Partizipation in Monitoring und Evaluierung (M&E)
Laut Regierungsangabe findet bei der Organisation und Koordination der technischen Monitoringaktivitäten eine Kooperation mit Vertretern von Ministerien, Parlamentariern, Repräsentanten des Privatsektors und der Zivilgesellschaft statt. Diese Kooperation soll im Rahmen von drei thematischen Arbeitsgruppen, die zu den Themen Regierungsführung, Ökonomie und Soziales eingerichtet wurden, zum Tragen kommen (Republic of Madagascar 2004, S. 9).

Im Fortschrittsbericht von 2004 (S. 9) wird geschildert, es habe regionale Monitoring-Workshops gegeben, bei denen Präsentationen des ersten halbjährlichen Berichtes zur PRS-Implementierung stattgefunden hätten. Die Teilnehmerzahl habe hierbei durchschnittlich 173 Personen umfasst, von denen 12 Prozent dem Privatsektor, 18 Prozent der Zivilgesellschaft und 70 Prozent der Administration zuzuordnen gewesen seien (auch hier werden keinerlei weiterführende Angaben zu den Akteuren gemacht).

Im Fortschrittsbericht 2006 verweist die Regierung darauf, dass das technische Sekretariat im Februar 2006 in sechs Provinzstädten regionale Workshops organisiert habe. Die Workshops seien durchgeführt worden, um die wesentlichen Informationen bezüglich des PRS-Prozesses mit den Interessensvertretern (provinzielle und regionale Autoritäten, Repräsentanten des Privatsektors und der Zivilgesellschaft) auszutauschen, den nationalen Bericht und die regionalen Reports, die sich mit der Implementierung der PRS im Zeitraum des ersten Halbjahres 2005 befassten, zu präsentieren sowie Informationen und Daten bezüglich der PRS-Implementierung zu sammeln (Republic of Madagascar 2006, S. 75).

IWF und Weltbank kritisieren in ihrer Stellungnahme zu diesem Bericht, es würde zwar der partizipative Prozess beim PRS-Monitoring einschließlich der thematischen und regionalen Workshops beschrieben, insgesamt hätte der partizipative Prozess jedoch ausführlicher geschildert sein können. Dies beziehe sich insbesondere auf den Prozess innerhalb der Regierung, die Einbindung von anderen Interessensvertretern sowie die Mechanismen, die zur Konsultation von Armen und ihrer Repräsentanten genutzt worden seien. Auch eine Zusammenfassung der Hauptthemen, um die es gegangen sei, wäre wünschenswert gewesen (IDA / IMF 2006, S. 8).

3.4 Partizipation in der Überarbeitung der Strategie (Review)
Der theoretisch drei Jahre nach Vorlage des PRSP fällige Review-Prozess zur Überarbeitung der Armutsreduktionsstrategie hat in Madagaskar noch nicht begonnen. Allerdings ist die Regierung aktuell mit dieser Aufgabe befasst. Die neue Strategie, die unter dem Namen Madagascar Action Plan (MAP) herausgebracht werden wird, soll den Zeitraum 2007-2011 umfassen (IMF / IDA 2006, S. 2).

4. Die Rahmenbedingungen: Was fördert / behindert wirkungsvolle Beteiligung? Zum Seitenanfang

4.1 Strukturelle Verankerung gesellschaftlicher Partizipation
Wie bereits (unter 2.1, 2.2) angeführt, sind neben Ministern und Parlamentariern auch Repräsentanten der Zivilgesellschaft im Leitungsgremium vertreten. Durch diese Mitarbeit sind gesellschaftliche Akteure von Beginn an in die Umsetzung der Armutsreduktionsstrategie eingebunden. Darüber hinaus wurde die Institutionalisierung von Partizipation über die Installierung der thematischen Arbeitsgruppen vorangetrieben.

Verwiesen werden sollte in diesem Zusammenhang auch auf die neuerlichen Dezentralisierungsbemühungen: Auch wenn es sich bei Madagaskar hinsichtlich seiner Verwaltungsstruktur nach wie vor um einen Zentralstaat handelt, wurde der Dezentralisierungsprozess durch die Schaffung von 6 autonomen Provinzen und 22 Regionen im Jahr 2001 eingeleitet (IDA / IMF 2006, S. 1; Auswärtiges Amt 2006). Aktuell soll die Regierung damit befasst seien, lokale Entwicklungsfonds einzurichten, um die Erbringung von Dienstleistungen auf lokaler Ebene zu optimieren (IDA / IMF 2006, S. 4).

4.2 Rechtliche Basis partizipativer Prozesse
Erst die Garantie einiger grundlegender Rechte und Sicherheiten (wie Meinungs- und Pressefreiheit, die Akzeptanz von Grundsätzen der Gewaltenteilung etc.) erlauben das Zustandekommen nachhaltig wirksamer Beteiligung.

In Madagaskar können die demokratischen Grundrechte als prinzipiell gesichert angesehen werden - zumindest treten keine systematischen Menschenrechtsverletzungen auf, allerdings sind Menschenrechte in der von weit reichender Armut und bürokratischen Schwierigkeiten geprägten Alltagspraxis stark beeinträchtigt. Auch im Bereich des Justiz- und Justizvollzugswesens treten große Probleme auf (Auswärtiges Amt 2006).

Von USAID wird zudem bemängelt, dass die Rechte zur Absicherung der Gleichberechtigung von Frauen inadäquat sind (o. J., S. 1).

4.3 Legitimität beteiligter gesellschaftlicher Akteure
Demokratisch gewählte Volksvertreter sind, so die Aussage der Regierung, in den PRS-Prozess Madagaskars einbezogen. Allerdings handelt es sich den Schilderungen nach nur um die Einbeziehung einzelner Parlamentarier, nicht aber um eine systematische Beteiligung. Dies schwächt die Legitimation des Prozesses.

Erwähnenswert ist in diesem Kontext auch, dass das nationale Parlament aufgrund des bestehenden Wahlrechts zu rund 80 Prozent aus Mitgliedern der Regierungskoalition zusammen gesetzt ist (Schulz 2003, S. 1).

4.4 Handlungsfähigkeit gesellschaftlicher Akteure
Da über Madagaskars (zivil-)gesellschaftliche Akteure nur wenig publiziert ist, stehen auch Aussagen bezüglich ihrer Handlungsfähigkeit entsprechend nur sporadisch zur Verfügung.

Der Beschreibung von USAID zu Folge ist die madagassische Zivilgesellschaft schwach und folglich nicht in der Lage Unregelmäßigkeiten ihrer Regierung entsprechend zu begegnen (o. J., S. 1).

5. Gesamtbewertung Zum Seitenanfang

Wie deutlich wurde, handelt es sich im Falle Madagaskars nach wie vor um eine stark zentralistisch geprägte Regierungsstruktur, der eine als schwach zu charakterisierende Zivilgesellschaft gegenüber steht. Auch wenn - oder gerade weil - sich wenige unabhängige Stellungnahmen zur Involvierung (zivil-)gesellschaftlicher Repräsentanten finden lassen, kann davon ausgegangen werden, dass ihr Einfluss im Rahmen des PRS-Prozesses entsprechend gering ist.

Die beginnende Dezentralisierung und die Institutionalisierung von Partizipation - z. B. über die Einrichtung der thematischen Arbeitsgruppen - stellen jedoch positive Schritte in der madagassischen Entwicklung dar.

6. Service Zum Seitenanfang

6.1 Statistik

a. Entwicklungsstand

Allgemeine Indikatoren

"Freedom in the World" country ratings (Freedom House) (2005)
http://www.freedomhouse.org/template.cfm?page=22&year=2005&country=6781
"Partly Free"
Human Development Index (UNDP) (2003)
http://hdr.undp.org/statistics/data/countries.cfm?c=MDG
Rang 146 von 177
Index of Economic Freedom (Wall Street Journal / Heritage Foundation) (2006)
http://www.heritage.org/research/features/index/country.cfm?id=Madagascar
Rang 52 von 157
Worldwide Press Freedom Index (Reporters Without Boarders) (2004)
http://www.rsf.org/article.php3?id_article=11715
Rang 72 von 167
Transparency International Corruption Perceptions Index (2005) http://ww1.transparency.org/cpi/2005/cpi2005.sources.en.html#cpi Rang 97 von 159

Armut

Im Jahr 2002 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,8 Mrd. Euro - rechnerisch sind das 231 Euro pro Person. Im darauf folgenden Jahr (2003) lag das BIP bei 4,54 Mrd. Euro und somit bei 271 Euro pro Person. Trotz dieser Steigerung zählt Madagaskar damit nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt; noch im Jahr 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auf 49 Prozent (Wikipedia 2006).

b. Verschuldung

Madagaskar hat im Dezember 2000 den decision point der erweiterten HIPC-Initiative erreicht. Die IDA sicherte der Regierung daraufhin den Erlass von 50 Prozent des Schuldendienstes ab 1999 zu, was eine Summe von insgesamt etwa 440 Mio. US-Dollar ausmacht. Der IWF erlässt Madagaskar 39 Mio. US-Dollar Schuldendienst, verteilt über sieben Jahre. Die Verschuldung Madagaskars betrug im Jahre 2004 3,2 Milliarden, im Jahr 2003 lag sie noch bei 4,6 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung ist auf die Schuldenerlasse von IWF und Weltbank zurückzuführen (Weltbank, Data and Statistics).

c. Weitere statistische Quellen

Institut National de la Statistique (INSTAT)
http://www.cite.mg/instat/index.htm

IWF Statistiken
http://www.imf.org/external/country/MDG/index.htm

UNDP Büro im Land
http://www.snu.mg/pnud/

Weltbank Statistiken
http://devdata.worldbank.org/external/CPProfile.asp?PTYPE=CP&CCODE=MDG

6.2 Wichtige Dokumente

a. PRSP-Dokumente

IDA / IMF (2006): Republic of Madagascar. Poverty Reduction Strategy Paper. Annual Progress Report. Joint Staff Advisory Note.
http://siteresources.worldbank.org/INTPRS1/Resources/Madagascar_APR2-JSAN(July5-2006).pdf [Zugriff 25.08.2006]

Republic of Madagascar (2006): Poverty Reduction Strategy Paper. PRSP Annual Implementation Report. January - December 2005, Antananarivo.
http://siteresources.worldbank.org/INTPRS1/Resources/Madagascar_PRSP(June2006).pdf [Zugriff 25.08.2006]

IDA / IMF (2004): Republic of Madagascar. Poverty Reduction Strategy Paper. Annual Progress Report Joint Staff Assessment (JSA).
http://povlibrary.worldbank.org/files/madagascar_jsa_prsp.pdf [Zugriff 22.05.2006]

Republic of Madagascar (2004): Poverty Reduction Strategy Paper. First annual Implementation Report, Antananarivo.
http://www1.worldbank.org/prem/poverty/strategies/cpapers/cr04402.pdf [Zugriff: 22.05.2006]

IDA / IMF (2003): Madagascar - Poverty Reduction Strategy Paper Joint Staff Assessment (JSA).
http://povlibrary.worldbank.org/files/madagascar_jsa_prsp.pdf [Zugriff 22.05.2006]

Republic of Madagascar (2003): P.R.S.P. - Poverty Reduction Strategy Paper, Antananarivo.
http://siteresources.worldbank.org/INTPRS1/Resources/Country-Papers-and-JSAs/cr03323.pdf [Zugriff 22.05.2006]

IDA / IMF (2002): Madagascar - Joint Staff Assessment (JSA) of Poverty Reduction Strategy Paper Preparation Status Report.
http://povlibrary.worldbank.org/files/madagascar_psr_jsa.pdf [Zugriff 22.05.2006]

Ministry of Economy, Finance and Budget (MinEFB) / Adjustment Technical Secretariat (2002): PRSP Preparation Status Report, Antananarivo. http://povlibrary.worldbank.org/files/Madagascar_PRSP_PSR.pdf [Zugriff 22.05.2006]

Republic of Madagascar (2000): Interims Poverty Reduction Strategy Paper, Antananarivo.
http://povlibrary.worldbank.org/files/madagascar%20iprsp.pdf [Zugriff 22.05.2006]

6.3 Literatur, Berichte und Analysen

a. Publikationen, die sich mit dem PRSP befassen

GTZ (2004): Die Bekämpfung von Armut und Korruption. Zur Verankerung von Korruptionsbekämpfung in den PRS-Analyse und Empfehlungen für die Entwicklungszusammenarbeit, Eschborn.

b. Hintergrundinformationen

American Council for Voluntary International Action (2006): Statement Regarding Lessons from Madagascar: Enhancing the Millennium Challenge Account Implementation Process. June 2006.
http://www.interaction.org/files.cgi/...%20Madagascar%22 [Zugriff 28.08.2006]

Aschmoneit, Walter (2003): Rapport de la deuxième Mission. Renforcement des Capacités des Parlementaires à Madagascar, Antananarivo / Osnabrück, Dezember 2003.

Schulz, Bernadette (2003): Kurzbericht Madagaskar. Osnabrück, 23. Dezember 2003.

USAID - Madagascar: Democracy & Governance
http://www.usaid.gov/missions/mg/program/governance.html [Zugriff 30.08.2006]

6.4 Links zu beteiligten Akteuren

a. PRSP

Europäisches NGO-Netzwerk zur Entschuldung
http://www.eurodad.org/workareas/default.aspx?id=74

Weltbank
http://www.worldbank.org/poverty/strategies/index.htm

c. Geber / Internationalen Akteure

Deutsche Erlassjahrkampagne
http://www.erlassjahr.de

Europäisches NGO-Netzwerk zur Entschuldung
http://www.eurodad.org/workareas/default.aspx?id=71

Internationaler Währungsfonds
http://www.imf.org/external/np/prsp/prsp.asp

Pariser Club
http://www.clubdeparis.org

USAID - Budget Madagascar
http://www.usaid.gov/policy/budget/cbj2006/afr/mg.html [Zugriff 25.08.2006]

Weltbank
http://www.worldbank.org/hipc/country-cases/country-cases.html

6.5 Allgemeine Informationen über das Land

Amadea - NRO für Kinderschutz und Entwicklung
http://www.amadea.org/

Auswärtiges Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Madagaskar/Bilateral.html
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Madagaskar/Innenpolitik.html [Zugriff 30.08.2006]

Ecole du Monde
http://www.ecolesdumonde.org/presentation/pages/madagascar.htm

Lalana, im Bereich Infrastruktur tätige NRO
http://www.lalana.org/

Université Nord Madagascar
http://www.refer.mg/madag_ct/edu/minesup/antsiran/antsiran.htm

Université de Fianarantsoa
http://www.univ-fianar.mg/


Verantwortlich: Nina Schröder
(Überarbeitung mit Vorarbeiten von Walter Eberlei und Marcus Voigt)
E-Mail: nina.schroeder@fh-duesseldorf.de
Stand August 2006
PRSP-Watch © VENRO und Fachhochschule Düsseldorf
(Forschungsstelle Dritte Welt, Leitung Prof. Dr. Walter Eberlei)


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