| 3. Die Prozesse: Wann und wie wird
beteiligt? |
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3.1 Partizipation in Analyse
und Strategieentwicklung
Wie bereits (in Punkt 2.1) skizziert war die Poverty Reduction Technical
Working Group (TWG) mit der Aufgabe betraut, einen umfassenden konsultativen
Prozess (durch Briefings, Workshops, Medienkampagnen etc.) zu initiieren.
Anfangs konnte die TWG dem nur eingeschränkt nachkommen, da die Reichweite
der Partizipationsbemühungen vor allem aus Zeitmangel erheblich limitiert
war. Von Konsultationen o.ä., die für die Erstellung des Strategiepapiers
von Bedeutung waren, ist im I-PRSP nicht die Rede. Dennoch wird die multisektorale
Struktur der TWG zumindest für die Formulierung des I-PRSP seitens
der Regierung als ausreichend betrachtet, um die verschiedene Ansichten
und Orientierungen bezüglich Armutsbekämpfung abzubilden. Detaillierte
Aussagen zur Arbeitsweise und den Aufgabenbereichen der TWG werden in
diesem Rahmen nicht gemacht. Nachdrücklich versichert die Regierung,
dass das Dokument von allen Interessensvertretern geprüft und akzeptiert
worden sei, bevor es bei IWF und Weltbank eingereicht wurde (Kingdom of
Lesotho 2000, S. 1).
Mit der im I-PRSP festgeschriebenen konsultativen Phase im Rahmen der
Erstellung des PRSP verpflichtete sich die lesothische Regierung zu umfassenden
Konsultationen mit Armen aus ländlichen Regionen, zivilgesellschaftlichen
Organisationen, Parlamentsmitgliedern, Lokalpolitikern, Wirtschaftsvertretern
und anderen relevanten Interessensgruppen. Dieser Prozess sollte durch
die TWG, den Poverty Council und das Civil Society Poverty Forum (CSPRF)
begleitet werden (Kingdom of Lesotho 2000, S. 30 f.). Dem Regierungspapier
ist ferner zu entnehmen, dass die TWG gemeinsam mit dem Bureau of Statistics
(BOS) eine Liste mit 80 Dörfern erstellt hat, die als repräsentativ
für alle Distrikte und ökologischen Zonen gelten, und in denen
im weiteren Verlauf der PRS-Erstellung Konsultationen stattfinden sollen
(ebd.; IMF 2002, S. 2).
Die TWG-Mitgliedern im Anschluss an die Veröffentlichung des I-PRSP
(von Juni-Juli 2001) erhielten mit Blick auf die dort angekündigten
Konsultationen eine Schulung zu "participatory rural appraisal"
(PAR)-Techniken (Roberts 2003). Es wurden Trainings-Workshops mit Repräsentanten
der Regierung auf Bezirksebene und NRO-Personal abgehalten, die im weiteren
Verlauf als Moderatoren bei den Konsultationen fungieren sollten. Zudem
wird hier darauf hingewiesen, dass die TWG Teams in die meisten der insgesamt
37 Bezirke entsandte, um lokale Führungspersonen (Dorfoberhäupter,
Personen der Bezirkssekretariate und andere Bezirksmitarbeiter) sowie
zivilgesellschaftliche Organisationen vorab zu sensibilisieren. Außerdem
habe es im Juli und November 2001 konsultative PRS-Briefings des Parlaments
und hochrangiger Vertreter von Ministerien gegeben (ebd., S. 14 f.).
In der Stellungnahme von IWF / IDA wird die Bedeutung des Poverty Council
und des Civil Society Poverty Reduction Forum als Schlüsselinstrumente
für Partizipation auf nationaler und Distriktebene betont (IMF /
IDA 2001, S. 5). Die Finanzorganisationen warnen allerdings davor, die
verschiedenen Interessensvertreter mit fertigen politischen Strategien
zu konfrontieren und damit Partizipation zu unterminieren (ebd.). Da dies
jedoch die einzigen Aussagen zum Themenkomplex der Partizipation sind,
muss festgehalten werden, dass diesem Bereich in der Stellungnahme von
IWF / IDA kaum Beachtung geschenkt wird.
Im März 2002 reichte Lesotho einen ersten PRSP Preparation Status
Report ein. Fast beiläufig wird in diesem Bericht erwähnt, dass
die im I-PRSP aufgestellte Zeitplanung zu Erstellung des Full-PRSP nicht
eingehalten werden konnte. Begründet wird dies mit der neuartigen
Herausforderung, die maximale Stakeholder-Partizipation beinhaltet (Kingdom
of Lesotho 2002, S. 3).
Im April 2003 wurde den Bretton-Woods-Organisationen ein weiterer PRSP
Preparation Status Report übergeben. In diesem vierseitigen Bericht
findet sich lediglich ein unspezifizierter Hinweis zu den durchgeführten
Konsultationen, die hier als weit reichend bezeichnet werden (The Government
of Lesotho / Ministry of Finance and Development Planning 2004, S. 2;
IMF / IDA 2004, S. 1).
Erst das PRSP enthält ausführlichere Informationen zu den Konsultationen
während der Erstellungsphase: Hier heißt es, es seien insgesamt
über 20.000 Personen in 200 Dörfern des Landes konsultiert worden
(vgl. auch Hlasoa 2003, S. 5; Roberts 2003, S. 15). Einbezogen worden
seien Gruppen von Frauen, Männern und Jugendlichen, behinderten und
älteren Menschen, Witwen und Waisen, Minenarbeiter, CBO und NRO,
ebenso wie lokale Autoritäten und Repräsentanten des Wirtschaftssektors.
Der Konsultationsprozess, der von Seiten des Ministeriums für Finanzen
und (Entwicklungs-)Planung koordiniert wurde, sei von 300 geschulten Moderatoren
unterstützt worden, die über ihre Zusammenarbeit unter einander
dafür Sorge trugen, dass selbst Menschen in den kleinsten Regionen
des Landes einbezogen wurden. Nach Angabe der Regierung sei explizit darauf
geachtet worden, gerade vulnerable Gruppen an dem Prozess teilhaben zu
lassen. Ergebnis dieser Bemühungen seien 200 Berichte aus unterschiedlichen
Dörfern gewesen. Die hier dokumentierten Perspektiven seien zusammengefasst,
analysiert und in dem Bericht Voices of the People publiziert worden (Kingdom
of Lesotho 2005, S. 1; Hlasoa 2003, S. 6).
Die Sichtweise der Bevölkerung sei seitens der technischen Arbeitsgruppen
zur Kenntnis genommen worden und habe im Rahmen der Zusammenarbeit in
sektor- und themenspezifischen Arbeitsgruppen detailliert Berücksichtigung
gefunden. Diese Gruppen, zusammengesetzt aus wichtigen politischen Entscheidungsträgern,
Repräsentanten von NRO, des Privatsektors und Akademikern, erstellten
eine Reihe von sektoralen und thematischen Grundsatzpapieren, die sich
der Frage widmeten, wie die Regierung für die nächsten Jahre
bestmöglich auf die Belange der Armen reagieren sollte (ebd., S.
1).
Die Berichte der Gemeindekonsultationen wurden später analysiert,
um nationale Prioritäten für eigenkapitalbasiertes Wachstum
zu generieren, wohingegen die Grundsatzpapiere Ziele, Strategien und Aktivitäten
formulieren sollten, die unter diesen Bedingungen implementiert werden
sollten (ebd., S. viii).
Abgesehen von einigen Mängeln bei der Durchführung sei - so
konstatiert die Khalapa Development Agency - der lesothische PRS-Prozess
alles in allem ein Erfolg gewesen (Khalapa Development Agency 2004, S.
4).
Auch von unabhängiger Seite (Roberts 2003) wird attestiert, dass
die Beteiligungsmöglichkeiten in Lesothos PRS-Prozess allgemein als
seriös, extensiv und qualitativ hochwertig waren. Die partizipative
Natur des PRSP- (und National Vision-) Formulierungsprozesses habe in
der Geschichte Lesothos letztlich eine der ersten Möglichkeiten der
Erstellung von Entwicklungspolitik und -strategien bedeutet, bei der alle
Interessensvertreter zusammengekommen seien. Die Gemeindekonsultationen
in der Zeit von April bis Mai 2002 - so Roberts - verkörperten die
Bemühungen der nationalen Regierung in Maseru, ernsthafte Konsultationen
durchzuführen. Trotz des beeindruckenden Partizipationsprozesses
seien jedoch die Qualität und der Fokus der erhobenen Daten durch
das eher oberflächliche Wissen um partizipative Techniken einiger
Moderatoren, durch Nachlässigkeiten bei Protokollierung und Analyse
sowie durch die Unterrepräsentierung von Interessensvertretern aus
urbanen Bereichen negativ beeinflusst worden. Zu monieren sei ebenfalls,
dass zumindest die Anfangsphase von unzureichender Beteiligung des Privatsektors
und zunehmenden Anzeichen einer `Partizipations-Ermüdung´ vornehmlich
unter Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen und des Privatsektors
gekennzeichnet gewesen sei (ebd. S. 1).
3.2 Partizipation in der Implementierung der
PRS
Zu Beginn der Implementierungsphase soll eine
Kampagne besonders von Armut betroffene und marginalisierte Haushalte
darüber informieren, wie die Regierung sie durch PRS-Aktivitäten
erreichen will. Darüber hinaus soll die Kampagne vermitteln, wie
die Zielgruppe die sich aus dem PRS-Prozess ergebenden Möglichkeiten
für sich nutzen und sich am Monitoring beteiligen kann. Dies soll,
wo möglich, über lokale Regierungsstrukturen und NRO weiter
verfolgt und verstärkt werden (Kingdom of Lesotho 2005, S. 64).
Zukünftig sollen auch öffentliche Foren zur Korruptionsthematik
abgehalten (ebd., S. 65) und die Strukturen für öffentliche
Partizipation innerhalb der Regierung auf lokaler Ebene weiter ausgebaut
werden. Die Regierung geht davon aus, dies über einen klar strukturierten
Dezentralisierungsplan umsetzen zu können (ebd., S. xvii).
Im Strategiedokument wird die parlamentarische Beteiligung und deren Relevanz
mehrfach hervorgehoben (Kingdom of Lesotho 2005, S. ii, 2, 59, 64, 69,
125). Allerdings beziehen sich die Aussagen - so es um deren konkrete
Einbindung geht - immer nur auf "Members of Parliament" (ebd.,
S. ii, 2, 59, 125), nicht aber auf die Institution Parlament an sich (zur
Problematik dieser nicht-institutionellen Beteiligung vgl. Eberlei / Henn
2003, S.18).
3.3 Partizipation in Monitoring und Evaluierung
(M&E)
Aus dem PRSP geht hervor, dass die Regierung
plant, ein Armutsmonitoringsystem zu etablieren, welches u.a. qualitative
Ansätze (partizipative Methoden) beinhalten soll. In diesem Rahmen
ist auch der Rückgriff auf das Wissen und die Ressourcen von Interessensvertretern
- namentlich der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und der Regierung
- vorgesehen (Kingdom of Lesotho 2005, S. 118 f.).
Neben diesen temporär stattfindenden Monitoring- und Evaluierungsmethoden,
die letztlich immer `nur´ eine Momentaufnahme der zivilgesellschaftlichen
Perspektive darstellen, kommt vor allem dem bereits genannten Civil Society
Poverty Reduction Forum (CSPRF) und der Technical Working Group (TWG)
eine wichtige Bedeutung im Hinblick auf die konstante Beobachtung und
Bewertung der PRS-geleiteten Regierungspolitik zu.
Auch die Involvierung des Parlaments im Rahmen des Budgetverfahrens stellt
(zumindest unter dem Gesichtspunkt der Legitimation) ein wichtiges M&E-Element
dar. Das jährliche Budget, über welches die Zuteilung von monetären
Ressourcen für regelmäßige Programme und Projekte gesteuert
wird, muss in Lesotho seitens des Parlaments anerkannt werden (ebd., S.
125). Allerdings ist bislang nicht bekannt, dass Änderungen seitens
des Parlaments veranlasst wurden (Eberlei / Henn 2003, S. 39).
3.4 Partizipation in der Überarbeitung
der Strategien (Review)
Der Review-Prozess zur Überarbeitung der
Strategie soll theoretisch drei Jahre nach Vorlage des PRSP einsetzen.
Da Lesotho sein PRSP erst in 2005 vorgelegt hat, wird diese Phase frühestens
2007 beginnen.
| 4. Die Rahmenbedingungen: Was fördert /
behindert wirkungsvolle Beteiligung? |
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4.1 Strukturelle Verankerung
gesellschaftlicher Partizipation
Die Institutionalisierung von Partizipation wurde, wie erwähnt, zu
Beginn des Prozesses durch Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure
im Rahmen der technischen Arbeitsgruppe (TWG) und die Einrichtung des
Poverty Forums (CSPRF) vorangebracht.
Außer Frage steht, dass hier wichtige Elemente zur Förderung
zivilgesellschaftlicher Beteiligung etabliert wurden. Inwieweit dies allerdings
zu einer dauerhaften Institutionalisierung von Partizipation geführt
hat, ist neueren Quellen nicht zu entnehmen. Ein wichtiger weiterer Schritt
auf diesem Wege wäre es, wenn die Regierung ihre im PRSP erklärte
Absicht umsetzt, weitere öffentliche Foren zu schaffen und den Ausbau
von Strukturen für öffentliche Partizipation auf lokaler Ebene
voranzutreiben (siehe dazu Punkt 3.2).
Die Thematisierung der Dezentralisierungsbemühungen stellt hier in
der Tat einen wesentlichen Aspekt dar. Doch obgleich die Regierung bereits
im I-PRSP die Etablierung von lokalen Regierungsstrukturen als zentrale
Eckpfeiler für eine gute Regierungsführung ausweist (Kingdom
of Lesotho 2000, S. 32), wird das Land auch 2006 noch im Wesentlichen
zentral von der Regierung verwaltet - wenn auch mit Unterstützung
von zehn so genannten District Secretaries (Auswärtiges Amt 2005).
4.2 Rechtliche Basis partizipativer Prozesse
Die Verfassung Lesothosvon 1993 enthält einen Katalog zu Grundrechten
und den Prinzipien staatlicher Politik. Die Gewaltenteilung ist hier ebenso
festgeschrieben wie die Garantie eines unabhängigen Justizsystems
und grundlegender Menschenrechte wie Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit
(Auswärtiges Amt 2005; ). Diese Prinzipien sind für eine nachhaltig
wirksame Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure in Politikprozessen
elementar.
Ob darüber hinaus partizipative Prozesse gesetzlich verankert wurden,
ist nicht bekannt. Es steht zu vermuten, dass zivilgesellschaftliche Beteiligung,
wie sie z.B. im Kontext der TWG und des CSPRF (siehe Punkt 2.1, 2.2) stattfindet,
an das Zugeständnis der Regierung bzw. den Druck der Gebergemeinschaft
gebunden ist.
4.3 Legitimität beteiligter zivilgesellschaftlicher
Akteure
Die Frage nach der Legitimität der beteiligten zivilgesellschaftlichen
Akteure am PRS-Prozess in Lesotho ist nicht eindeutig zu beantworten.
Mit Blick auf die Partizipation eines möglichst repräsentativen
Schnitts der Bevölkerung ist die Ausdehnung des Spektrums von Interessensvertretern
der TWG positiv zu sehen. So wurde z.B. durch die Aufnahme von Vertreterinnen
des Frauen-Nationalrats die Gender-Perspektive im Prozess gestärkt.
Ob die in diesen Foren vertretenen Institutionen tatsächlich die
Interessen der Armen repräsentativ vertreten, ist auf Basis der dünnen
Informationslage nicht hinreichend zu erkennen.
Hinsichtlich der Legitimität des Prozesses insgesamt ist die schwache
Beteiligung des Parlaments kritisch zu beurteilen. Es bleibt abzuwarten,
ob die Regierung ihrer Ankündigung im PRSP Rechnung trägt und
zukünftig auch in dieser Hinsicht an der Stärkung der Rolle
des Parlaments arbeitet (Kingdom of Lesotho 2005, S. 64). Hierüber
ließe sich die Legitimität des PRS-Prozesses signifikant stärken.
4.4 Handlungsfähigkeit gesellschaftlicher
Akteure
Anhand der Phase der Erstellung des I-PRSP wird deutlich, wie eng die
Handlungsfähigkeit der Akteure an den generellen Handlungsspielraum
geknüpft ist: Eine zivilgesellschaftliche Einbeziehung blieb damals
in Folge prekärer zeitlicher Gegebenheiten weitestgehend auf der
Strecke (siehe hierzu Punkt 3.1). Auch die (durch Roberts 2003) beschriebenen
methodischen Probleme bei den 2002 durchgeführten Gemeindekonsultationen
haben die Qualität und die Verwertbarkeit des Materials und damit
gleichsam die Handlungsfähigkeit der Befragten und die Wirksamkeit
ihres Engagements reduziert. Es kann dagegen angenommen werden, dass die
durchgeführte Schulung der Moderatoren eine sinnvolle Investition
dargestellt und noch größere Beeinträchtigungen der Konsultationen
vermieden hat.
| 5. Gesamtbewertung |
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Die zivilgesellschaftliche Beteiligung im PRS-Prozess
des Landes ist schwach. Zwar ist hervorzuheben, dass in der technischen
Arbeitsgruppe sowie im Poverty Forum zivilgesellchaftliche Akteure gut
vertreten sind. Auch die lokalen Konsultationen sind ein wichtiger Schritt
in Richtung einer partizipativien Politikplanung. Der Einfluss der Zivilgesellschaft
auf die tatsächlichen Beschlüsse muss aber gleichwohl als begrenzt
gesehen werden. Dies soll jedoch nicht den Eindruck schmälern, dass
die Zivilgesellschaft des Landes im Rahmen des PRS-Prozesses erstmals
die Chance erhält, an Entscheidungen über nationale politische
Prozesse mitzuwirken. Ob diese Ansätze, die bisher noch sehr fragmentarisch
und ad-hoc erscheinen, gestärkt und institutionalisiert werden können,
bleibt abzuwarten.
| 6. Service |
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6.1 Statistik
a. Entwicklungsstand
Allgemeine Indikatoren
In Lesotho ist die Prävalenzrate von HIV / Aids unter der Bevölkerung
im Alter zwischen 15 und 49 Jahren von 4% in 1993 auf 31% in 2002 gestiegen.
Dementsprechend hat das Land mit einer der weltweit höchsten HIV-
/ Aids-Raten zu kämpfen. Ferner zeichnet sich ab, dass sich diese
Quote im Laufe der nächsten Dekade weiter dramatisch erhöhen
wird (Kingdom of Lesotho 2005, S. xx). Somit muss davon ausgegangen werden,
dass Lesotho die Millennium Development Goals (MDGs) in diesem Bereich
nicht erreichen wird: Die MDGs sehen vor, die Vorkommenshäufigkeit
bis 2015 konstant zu halten (World Bank 2004). Die lesothische Regierung
verfolgt indes offenbar ein noch höher gestecktes Ziel: Gemäß
PRSP ist anvisiert, die Quote bis 2007 auf 25% zu senken (Kingdom of Lesotho
2005, S. xxi). Wie realistisch dies ist, bleibt entsprechend fraglich.
Armut
Ausgehend vom Indikator des Pro-Kopf-Einkommens gehört Lesotho zu
den ärmsten Ländern weltweit. Der Anteil der Bevölkerung,
der in absoluter Armut lebt und somit weniger als 1 US $ täglich
zur Verfügung hat, liegt bei 43% (Wikipedia 2006).
b. Verschuldung
Schuldenerlass
Lesotho nimmt nicht an der HIPC-Initiative teil.
Links zu Verschuldung
Deutsche Erlassjahrkampagne
http://www.erlassjahr.de
Zugriff 19.03.2006
Europäisches NGO-Netzwerk zur Entschuldung
http://www.eurodad.org/workareas/default.aspx?id=71
Zugriff 19.03.2006
Internationaler Währungsfonds
http://www.imf.org/external/np/prsp/prsp.asp
Zugriff 19.03.2006
Pariser Club
http://www.clubdeparis.org
Zugriff 19.03.2006
Weltbank
http://www.worldbank.org/hipc/country-cases/country-cases.html
Zugriff 19.03.2006
c. Weitere statistische Quellen
Millennium Development Goals - Lesotho Country Profile
http://devdata.worldbank.org/idg/IDGProfile.asp?CCODE=LSO&CNAME=LESOTHO&SelectedCountry=LSO
Zugriff 01.03.2006
6.2 Wichtige Dokumente
a. PRSP-Dokumente
Kingdom of Lesotho (2005): Poverty Reduction Strategy 2004 / 2005 - 2006
/ 2007.
Maseru. Download: http://siteresources.worldbank.org/INTPRS1/Resources/PRSP_Lesotho_Version_07-07-05.pdf
Zugriff 15.02.2006
IMF / IDA (2004): Lesotho. Joint Staff Assessment of the PRSP Preparation
Status Report. Washington D.C.
http://povlibrary.worldbank.org/files/cr04386.PDF
Zugriff 15.02.2006
The Government of Lesotho / Ministry of Finance and Development Planning
(2004): Status of the Preparation of PRSP. Maseru.
http://povlibrary.worldbank.org/files/cr04385.PDF
Zugriff 15.02.2006
IMF / IDA (2003): Lesotho. Joint Staff Assessment of the Preparation Status
Report.
http://povlibrary.worldbank.org/files/Lesotho_PRSP_PSR_JSA.pdf
Zugriff 15.02.2006
Kingdom of Lesotho (2002): PRSP Preparation Status Report.
Maseru. Im Web nicht verfügbar!
IMF / IDA (2001): The Kingdom of Lesotho. Joint Staff Assessment of Interim
Poverty Reduction Strategy Paper. Maseru.
http://poverty.worldbank.org/files/lesothojsa.PDF
Zugriff 15.02.2006
Kingdom of Lesotho / Ministry of Development Planning (2000): Interim
Poverty Reduction Strategy Paper. Maseru.
http://poverty.worldbank.org/files/lesotho%20iprsp.pdf
Zugriff 15.02.2006
b. Wichtigste Geberdokumente
IMF (2002): Lesotho Poverty Reduction Strategy Paper Preparation Status
Report.
http://www.internationalmonetaryfund.com/External/NP7prsp/2002/lso/01/index.htm
Zugriff 21.02.2006
6.3 Literatur, Berichte und Analysen
a. Publikationen die sich mit den PRSP befassen
Eberlei, Walter / Henn, Heike (2003): Parlamente in Subsahara Afrika:
Akteure der Armutsbekämpfung? Studie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Eschborn.
http://www.gtz.de/de/dokumente/de-parlamente-akteure-armutsbekaempfung-2003.pdf
Zugriff 06.02.2006
Government of Lesotho / Director of Sectoral Programming / Ministry of
Development Planning (Annie L. M. Hlasoa): The nature of participation
in a small landlocked economy: The experience of Lesotho. Thrid Meeting
of the African Learning Group on the PRSPs, Addis Ababa, 3 - 5 December
2003.
http://www.google.com/search?hl=de&client=safari&rls=de-de&q=%22Voices+of+the+people%22+Lesotho&btnG=Suche&lr=
Zugriff 14.03.2006
Khalapa Development Agency (2004): The making of the National Poverty
Reduction Strategy.
http://www.sarpn.org.za/documents/d0000787/index.php
Zugriff 22.02.2006
McGee, Rosemary u.a. (2001): Assessing Participation in Poverty Reduction
Strategy Papers: A Desk-Based Synthesis of Experience in Sub-Saharan Africa,
Annex 1, IDS Brighton.
http://www.worldbank.org/poverty/strategies/review/ids1annex.pdf
Roberts, Benjamin (2003): Exploring the PRSP Process in Lesotho: Reflections
on Process, Content, Public Finance, Donor Support and Capacity Need.
http://www.sarpn.org/documents/d0000673/P675-PRSP_Lesotho.pdf
Zugriff 22.02.2006
b. Hintergrundinformationen
Minister of Finance and Development Planning / UNDP Resident Representative
& UN Res. Cor (o. J.): The Millennium Development Goals in Lesotho.
Tools for meeting today´s and tomorrow´s development challenges.
The war against HIV / Aids.
http://www.undp.org.ls/Publications%20and%20Reports/MDGs_web.pdf
Zugriff 01.03.2006
6.4 Links zu beteiligten Akteuren
a. PRSP
Europäisches NGO-Netzwerk zur Entschuldung
http://www.eurodad.org/workareas/default.aspx?id=74
Lesothos Government Official Website
http://www.lesotho.gov.ls/vision2020/default.htm
Zugriff 22.02.2006
Weltbank
http://www.worldbank.org/poverty/strategies/index.htm
b. Zivilgesellschaft
Lesotho Council of NGOs (Dachorganisation lesothischer NGOs mit Adressen
verschiedener NGO)
http://www.lecongo.org.ls
http://www.lecongo.co.ls
Zugriff 04.2004
Liste lesothischer NGO
http://www.un.org/africa/osaa/ngodirectory/index.htm
Zugriff 02.03.2006
c. Geber / Internationale Akteure
Deutsche Erlassjahrkampagne
http://www.erlassjahr.de
Zugriff 19.03.2006
Europäisches NGO-Netzwerk zur Entschuldung
http://www.eurodad.org
Zugriff 19.03.2006
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
http://www.gtz.de/de/index.htm
Zugriff 02.03.2006
Internationaler Währungsfonds (IMF)
http://www.imf.org
Zugriff 19.03.2006
Pariser Club
http://www.clubdeparis.org
Zugriff 19.03.2006
Weltbank
http://www.worldbank.org
Zugriff 19.03.2006
6.5 Allgemeine Informationen über das Land
Auswärtiges Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/index_html
Zugriff 15.02.2006
Government Official Website
(legt u.a. die Ziele der long term national Vision dar)
http://www.lesotho.gov.ls/vision2020/default.htm
Zugriff 22.02.2006
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
http://www.gtz.de/en/weltweit/afrika/586.htm
Zugriff 02.03.2006
Wikipedia - Lesotho
http://de.wikipedia.org/wiki/Lesotho
Zugriff 10.03.2006
World Bank - country brief
http://web.worldbank.org/...PK:356029,00.html
Zugriff 16.02.2006
World Bank - Lesotho Country Profile
World Development Indicators database (April 2004)
http://devdata.worldbank.org/...SelectedCounrty=LSO
Zugriff 01.03.2006
Verfasserin: Nina Schröder
E-Mail: nina.schroeder@fh-duesseldorf.de
Stand: April 2006
PRSP-Watch © VENRO und Fachhochschule Düsseldorf
(Forschungsstelle Dritte Welt; Leitung: Prof. Dr. Walter Eberlei)
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