| Wesentliche Inhalte des Interim-PRSPs |
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Guinea-Bissaus im Interim-PRSP dargelegte mittelfristige
Strategie zur Armutsbekämpfung umfasst fünf Säulen:
- Verbesserung des Wirtschafts- und Investitionsklimas:
Reduzierung des Haushaltsdefizits, Erhöhung öffentlicher Einnahmen
durch effektivere Zoll- und Steuerpolitik, Abbau und Professionalisierung
der öffentlichen Verwaltung, Dezentralisierung, weitgehender Erlass
privater Zahlungsrückstände, Sanierung des Bankenwesens und
vereinfachter Zugang zu Kleinkrediten, Stärkung von Infrastruktur
und human resoures
- Breiterer Zugang zu Basisdiensten (Bildung, Gesundheit, Trinkwasser)
- Besondere Massnahmen für Armutsgruppen:
Demobilisierung und Reintegrierung der Bürgerkriegsparteien, staatliche
Beschäftigungsmassnahmen vor allem für Jugendliche
- Good Governance:
Effizientere Verwendung öffentlicher Mittel, Reform des Rechtswesens,
Schaffung von zivilgesellschaftlich günstigen Rahmenbedingungen,
Möglichkeit zivilgesellschaftlicher Überwachung öffentlicher
Ausgaben, Korruptionsbekämpfung
Das Interim Poverty Reduction Strategy Paper
kann über untenstehenden Link aufgerufen werden.
| Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Erstellung
des Interim-PRSP & Ausblick auf PRSP-Konsultationen |
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Das Interim-PRSP wurde laut offiziellem Wortlaut unter
"breiter Beteiligung von Parlament und Zivilgsellschaft erstellt,
einschliesslich NGOs, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Basisorganisationen,
Militär und internationalen Organisationen". Das Interim-PRSP
lässt jedoch offen, wie dies im Detail geschehen ist.
Um die unzureichende Datenlage in Bezug auf Deprivation zu verbessern
und im Anschluss eine zielgruppengerechte Strategie zur Armutsbekämpfung
entwickeln zu können, führte die Regierung Guinea-Bissaus zu
Beginn des PRS-Prozesses Studien zur soziale Lage von Frauen und Kindern
durch. In der anschliessenden Ausarbeitung des vollständigen PRSPs
war die Konsultationen folgender Instanzen noch vor Veröffentlichung
des ersten Entwurfs vorgesehen:
März-September 2001:
- Zivilgesellschaft ("Parlament, NGOs, Religionsgemeinschaften,
Berufsverbände, Gewerkschaften, Militär und Polizei")
- Basisorganisationen der ländlicher Ebene
- Basisorganisationen der städtischen Ebene
- privatwirtschaftliche Zusammenschlüsse
- staatliche Körper
September/November 2001:
- Internationale Geberorganisationen
Die Beiträge der genannten Instanzen sollten
bereits dem ersten Entwurf des Interim-PRSP im Oktober 2001 zugeführt
werden. Aus dem Papier geht jedoch nicht hervor, welche Instanzen Auswahl,
Formulierung und letztlich Abstimmung der zivilgesellschaftlichen Beiträge
vornahm. Auch im "Nationalkomitee" ist die Beteiligung der Zivilgesellschaft
erwünscht und vorgesehen, konkrete Angaben zu Vorgehen und Zusammensetzung
fehlen jedoch. Generell schweigt das Interim-Papier über die Zusammensetzung
des Technical Draft Committees, dem die inhaltliche Hauptarbeit zufällt.
Bislang einzigartig ist die guinea-bissauische Interpretation, Parlament,
Militär und Polizei zur Zivilgesellschaft zu zählen, und auf
der Basis dieser Einschätzung an der Ausarbeitung des vollständigen
PRSPs zu beteiligen.
| Stellungnahmen zum Interim-PRSP |
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Es ist noch kein JSA zum I-PRSP vorhanden.
| Wichtige Dokumente |
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| Berichte und Analysen |
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- Executive Board of the United Nations Development Programme and of the
United Nations Population Fund (2002): Country programme for Guinea-Bissau
http://www.unfpa.org/exbrd/2002/final/dpfpagnb4.doc
(Englisch, DOC, 7 Seiten 131 KB)
| Links |
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Verschuldung
PRSP
Zivilgesellschaft
Derzeit sind keine Links zur Zivilgesellschaft verfügbar.
Stand: März 2004
PRSP-Watch © INEF / VENRO, 2004
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